Meltar Boutique Hotel
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Die Traditionen


La Grande Rogazione - Der große Bittgang
Der große Bittgang dauert 13 Stunden und führt über 30 Kilometer. Ein Ereignis, das sich seit Jahrhunderten jedes Jahr am Tag vor Christi Himmelfahrt wiederholt, und ein antikes, über 600 Jahre altes Ritual, mit dem für eine gute Ernte gebetet wurde. Um sechs Uhr morgens zieht die Prozession vor dem Dom von Asiago los, hinter der roten Standarte mit weißem Kreuz, an den Grenzen der Gemeinde entlang, über Feldwege und Wiesen, auf denen der gelbe Löwenzahn blüht. Tausende von Pilgern brechen zu diesem Bittgang auf, die dazu alle gerne besonders früh aufstehen, wenn die Landschaft nicht von der Morgendämmerung verhüllt ist. Begleitet von den Gesängen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken, geht es zum Lazzaretto, wo alle anhalten, um sich mit ihrem mitgebrachten Frühstück zu stärken und die heilige Messe zu feiern, im Gedenken an das Ende der Pest. Die Familien bleiben zusammen, die Mädchen schenken den Jungs bunte Eiern, von denen sie den traditionellen "Kuckuck" aus Ton am Tag des St. Markus bekommen haben. Religiöse Aspekte verschmelzen mit dem Fest, mit vorchristlichen volkstümlichen Bräuchen, mit Verehrung, Freundschaft und antiken dyonischen Riten, wie der Abend in den Wäldern von Gallio, wenn die jungen Leute ihr Haupt mit Lärchenkränzen schmücken wie Wesen aus dem Wald. Die "Weltreise" geht weiter, von Chorgesängen begleitet ziehen tausende von Menschen durch die Wälder und über die Hänge von Kaberlaba, nach Canove und Camporovere bis zur steilen Steigung vom Monte Katz. Hin und wieder wird ein kleiner Halt eingelegt, um sich zu stärken und alte Freunde zu treffen, die man schon Jahre lang nicht mehr gesehen hat. Um sieben Uhr abends hält die Prozession in einem Triumphmarsch Einzug im Ort, begleitet von lautem Glockengeläut. Die Gemeinde heißt sich selbst willkommen und weckt Emotionen, die für immer in Erinnerung bleiben.

Schella Martz
Schella Martz ist ein volkstümliches, historisches und traditionelles Ereignis. In der antiken Sprache der Kimbern bedeutet Schella Martz "den März einläuten" und soll die Natur nach ihrem langen Winterschlaf wieder zum Leben erwecken. Traditionell findet die Veranstaltung an den letzten drei Tagen im Februar auf der gesamten Hochebene statt. Männer, Frauen und Kinder, einige davon als "zeleghen baiblen" (Feen und Hexen), als Orks und Kobolde verkleidet, ziehen durch die Straßen und Viertel der Stadt und ziehen dabei Dosen und Metallbehälter hinter sich her, die mit einem langen Eisendraht aneinander gebunden werden und auf die sie mit Stöcken einschlagen. Zweck ist es, solch einen Höllenlärm zu veranstalten, dass der Frühling "geweckt" wird. Am letzten Abend geht das Fest auf dem Marktplatz mit der "Hexenverbrennung" zu Ende. Auf dem Platz wird eine riesige Figur aus Holz und Pappmache verbrannt, die den Winter symbolisiert, der dazu verdammt ist, endgültig zu sterben.

La Fiera di San Matteo
Die Fiera ist ein Markt, der im September stattfindet und mit einem wichtigen Zeitpunkt im Bauernkalender zusammenfällt, und zwar dem Abtrieb der Herden von den Almen in die Ställe und auf die Weiden in der Tiefebene, der das Ende des Sommers ankündigt.
Aus den historischen Dokumenten der Serenissima geht hervor, dass auf dem Mark von San Matteo Handelsgeschäfte für Hunderte von Golddukaten abgeschlossen wurden. Die Hirten und Almbauern verkauften ihre Produkte und kauften gleichzeitig die für den Winter notwendigen Dinge ein. Der Markt war auch ein festliches Ereignis, das von der Gemeinschaft gemeinsam begangen wurde. Die Familien der Stadtviertel kamen im Stadtzentrum zusammen und trafen sind, um nach dem langen und arbeitsreichen Sommer auf den Almen Neuigkeiten und Nachrichten auszutauschen und sich auf den langen Winter vorzubereiten.
Jedes Jahr lebt diese Tradition in den Straßen und auf den Plätzen von Asiago weiter, in denen hervorragende lokale Spezialitäten und viele interessante und kuriose Dinge an den Ständen feilgeboten werden.