Meltar Boutique Hotel
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Die Geschichte

Die Hochebene der "sieben Kommunen", die auch nach der größten Stadt als Hochebene von Asiago bezeichnet wird, liegt in der Provinz von Vicenza zwischen der Poebene und den Bergen südlich von Valsugana (Trentino).
Die ersten Ansiedlungen gehen auf das Paläolithikum und das Mesolithikum zurück und die ersten dauerhaften Siedler haben hier in der vorrömischen Zeit Fuß gefasst. In der lokalen Sprache und den sprachlichen Traditionen, die als "kimbrisch" bezeichnet werden, wurden Elemente ermittelt, die auf die Goten oder andere Barbaren schließen lassen, einschließlich der Langobarden.
Dem Volksglauben nach hat die deutschsprachige Volksgruppe der Hochebene ihre Ursprung in einem Volk, das aus dem Gebiet von Jütland stammte und den Versuch unternahm, in Italien einzufallen, das aber unter der Führung von Gaio Mario von der römischen Armee besiegt wurde. Dieser Legende zur Folge soll sich dieses kriegerische Volk in die Berge der Hochebene zurückgezogen haben und Stammvater des heutigen Volksstamms der Kimber sein. Eine andere Hypothese, die Ende des 19. Jahrhunderts vermutlich aus nationalistischen Gründen allgemein Anerkennung fand, besagt, dass um die erste Jahrtausendwende Familien aus Süddeutschland abwanderten, die mehr oder weniger aus Bayern stammten.
Anfang des 13. Jahrhunderts baute die lokale Bevölkerung eine militärische Struktur auf, die bei Ezzelino da Romano Unterstützung fand, der hier einige Lehensgüter besaß und dem die Truppen unterstellt wurden. Anfang des 14. Jahrhunderts schlossen sich die Sette Comuni nach dem Niedergang der Ezzelini zu einer Föderation zusammen, um ihr Gebiet so unabhängig wie möglich zu regieren und zu verteidigen. 1310 wurde die Spettabile Reggenza dei Sette Comuni gegründet, eine der ersten demokratischen Regierungen überhaupt. 1327 fielen die Sette Comuni unter den Schutz der Skaliger und später dann (1387) unter die Familie der Visconti, konnte aber dennoch seine eigene Verwaltung und seine Steuerprivilegien bewahren. Am 20. Am 24. Februar 1798 schworen die vier Vertreter der Sette Comuni dem österreichischen Kaiser Treue und Gehorsam. Mit dem Sieg der Franzosen über Österreich nahm die Spettabile Reggenza dei Sette Comuni dann am 29. Juni 1807 ihr endgültiges Ende. am 21. Oktober 1866 wurden die Sette Comuni gemeinsam mit Venetien, der Provinz von Mantua und Friaul (mit Ausnahme von Görz) dem Italienischen Reich einverleibt. So ging nach fünf Jahrhunderten die Geschichte der "kleinsten politischen Föderation Europas und der älteste Föderation (zusammen mit der Schweiz)" zu Ende.
Die Stadt Asiago wurde wie alle anderen Städte der Hochebene von den Ereignissen des ersten Weltkrieges überrollt und zu einem der wichtigsten Symbole, Schauplatz einiger der bewegendsten und anrührendsten Kriegsereignisse. Zum ewigen Gedenken an die Tragödie des ersten Weltkrieges wurde ein Beinhaus errichtet, in dem sich noch heute die Überreste der über 55.000 in der Schlacht gefallenen Soldaten befinden.
Etwa 90% des Gebietes der Hochebene der Sette Comuni ist weder in Privatbesitz, noch im Besitz der öffentlichen Hand, sondern Gemeinschaftsbesitz, d.h. Besitz der antiken Einwohner, und unterliegt Bestimmungen für den zivilen Gebrauch. Der Brauch, das Gebiet gemeinschaftlich zu verwalten, hat seinen Ursprung im germanischen Recht und geht auf die Gründung der Spettabile Reggenza dei Sette Comuni zurück. Noch heute sind die zum zivilen Gebrauch Berechtigten in einem speziellen Melderegister verzeichnet, in dem sie nach Familien zusammengefasst sind. Der Familienvorstand oder sein Vertreter vertritt vor der Gemeindeverwaltung das Recht auf zivilen Gebrauch der einzelnen Familienmitglieder. Nur ca. 10% des Gebiets befindet sich in Privatbesitz.